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INTRANT - Kultursensible Pflege
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Der Caritasverband für Schleswig-Holstein e.V. ist Träger des XENOS-Projektes INTRANT - INTegration junger MigRANTinnen und Migranten im pflegeberuflichen Handlungsfeld. Ziel des Projektes ist es, junge Menschen mit Migrationshintergrund in Pflegeberufe zu integrieren, Einrichtungen der Alten-
und Krankenpflege bei der interkulturellen Öffnung zu unterstützen und älteren Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang
zu diesen Einrichtungen zu erleichtern. Darüber hinaus soll eine gesellschaftliche Sensibilisierung für das Thema Kultursensible
Pflege erreicht werden.
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Das Projekt wurde im September 2009 gestartet. Es wird schwerpunktmäßig in den Regionen Flensburg, Neumünster, Kreis Pinneberg
und großräumiger Umgebung durchgeführt.
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Hier erfahren Sie mehr über:
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Ausgangslage
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Bedarfserhebung
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Projektinhalt
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Ansprechpartner
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Migrantinnen und Migranten ab 60 Jahren sind eine schnell wachsende Bevölkerungsgruppe: Schätzungen gehen in Deutschland von
1,3 Millionen in 2010 und von 2,8 Millionen bis zum Jahr 2030 aus. Dabei nimmt auch die Zahl derjenigen Migrantinnen und Migranten
zu, die pflegebedürftig werden. Darauf sind bislang weder die Einrichtungen der Altenhilfe noch der Pflege entsprechend vorbereitet,
wie die Integrationsbeauftragte des Bundes feststellt.
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| Die INTRANT-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Dagmar Godt, Tina Krüger, Norbert Schmitz und Igor Obzhimkin (v.l.n.r.) |
Viele Migrantenfamilien übernehmen die Verantwortung für ihre Angehörigen, aber nicht alle können die Pflege leisten, da sie
wegen ihres Berufs und eigener Familiengründung nicht mehr am gleichen Ort leben, ihnen die Zeit fehlt oder sie mit der Pflege
ihrer Angehörigen überfordert sind.
Diese Situation stellt neue Anforderungen an die Mitarbeitenden in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Wenn die
zu Pflegenden nur wenig Deutsch sprechen, muss die Verständigung sichergestellt werden. Menschen aus anderen Kulturkreisen
haben spezifische Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten, die bekannt sein müssen, damit man ihnen gerecht werden kann und diese
Menschen sich in einer Pflegeeinrichtung wohl fühlen. Zugangsbarrieren zu ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen müssen
für Migrantinnen und Migranten abgebaut werden.
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Bedarfserhebung "Erwartungen älterer Migrantinnen und Migranten an Pflegedienste"
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Das Projekt INTRANT hat sich unter anderem die Aufgabe gestellt, genauere Informationen über Erwartungen und Schwellenängste
von Menschen mit Migrationshintergund gegenüber deutschen Pflegediensten in Erfahrung zu bringen. Dazu wurde eine stichprobenartige
Befragung überwiegend über die Migrationsfachdienste in Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Auswertung der insgesamt 75 anonym
ausgefüllten Bögen, die in verschiedenen Sprachen erstellt wurden, liegt jetzt vor. Darin wird deutlich, dass sich 70,7% der
befragten Migrantinnen und Migranten vorstellen können, sich im Falle einer Pflegebedürftigkeit von einem Pflegedienst betreuen
zu lassen; sogar 73,3% können sich das für ihre Angehörigen und Verwandten vorstellen. Hier finden Sie weitere Ergebnisse der Befragung
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Das Hauptziel des XENOS-Projektes INTRANT - INTegration junger MigRANTinnen und Migranten im pflegeberuflichen Handlungsfeld ist die Verringerung der Diskriminierung und die stärkere Integration
junger Migrantinnen und Migranten in pflegeberufliche Handlungsfelder.
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Im Einzelnen verfolgt das Projekt folgende Ziele:
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1. Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in Pflegeberufe
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Wir informieren junge Menschen mit Migrationshintergrund über Pflegeberufe und wollen ihr Interesse für diese Berufswege wecken.
Dies geschieht durch Informationsveranstaltungen, Vermittlung von Praktika und gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Zudem bieten
wir eine einzigartige Qualifizierung, insbesondere für ALG I- und ALG II-Empfänger/innen, mit Modulen der kultursensiblen
Pflege für den Pflegebereich an.
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2. Integration älterer Menschen mit Migrationshintergrund in die Pflege
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Viele ältere Migrantinnen und Migranten kennen sich nicht ausreichend mit den Möglichkeiten der ambulanten und stationären
Pflege und den Leistungen der Pflegeversicherung in Deutschland aus. In enger Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen
und -vereinen leisten wir gezielte Aufklärungs- und Informationsarbeit in unterschiedlichen Sprachen. Diese richtet sich sowohl
an ältere Migrantinnen und Migranten als auch an deren Familienangehörige.
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3. Interkulturelle Öffnung der Alten- und Krankenpflege
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Im Rahmen des Projektes INTRANT wollen wir Pflegedienste für dieses Thema sensibilisieren und bieten ihnen kostenlose interkulturelle
Trainings und Weiterbildung in kultursensibler Altenpflege an. Zudem beraten wir Dienste und Träger dabei, welche Schritte
sie unternehmen können, um ältere Migrantinnen und Migranten in ihren Diensten und Einrichtungen individuell betreuen zu können.
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4. Netzwerkarbeit
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Wir leisten aktive Netzwerkarbeit zwischen den Arbeitsbereichen Migration/Integration und Pflege. Zudem arbeiten wir eng mit
anderen Trägern zusammen, die in diesem Bereich tätig sind. Durch Aufklärungsarbeit und die Erstellung eines Wegweisers zur
kultursensiblen Pflege soll eine gesellschaftliche Sensibilisierung für das Thema erreicht werden.
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Dagmar Godt (Koordination) Diana Hanke (Projektmitarbeiterin) Caritasverband für Schleswig-Holstein e.V. Krusenrotter Weg 37 24113 Kiel Telefon: 0431 5902-47 Telefax: 0431 555551 godt-intrant@caritas-sh.de
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Neumünster / Elmshorn: Igor Obzhimkin Ortscaritasverband Neumünster Linienstraße 1 24534 Neumünster Telefon: 04321 20059717 intrant-nms@caritas-sh.de
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Das Projekt INTRANT wird im Rahmen des XENOS- Programms "Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit
und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
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